K L E I N. Holz- & Sicherheitstechnik

Griffe

Türgriffe oder Türklinke

Eine Türklinke (auch Türgriff oder Türschnalle genannt) ist eine hebelartige Vorrichtung (Griff) zum Öffnen der Schnapp-Verriegelung einer Tür. Dieser Hebel muss folgende Funktionen ermöglichen: eine Daumenbremse zur Lokalisierung des Griffs auch ohne Sicht, die Zeigefingerkuhle soll den Umfassungsgriff führen, die Ballenstütze verstärkt die Griffmechanik und das Greifvolumen gibt der Hand bei der Bewegung der Klinke sicheren Halt über eine möglichst große Kontaktfläche.

Die Türklinke bildet zusammen mit ihrer Einfassung den Türbeschlag, der ein Schlüsselloch (oft mit Abdeckung) oder eine zusätzliche Sperrvorrichtung aufweist, wenn das Türschloss versperrbar ist. Wegen der starken mechanischen Beanspruchung sind Türklinken zumeist aus Metall gefertigt oder enthalten zumindest einen metallenen Kern. Türklinken treten stets paarweise auf, wobei es eine positive und eine negative gibt, die sich ineinanderstecken lassen. Mit der positiven allein lässt sich die Tür öffnen, nicht jedoch mit der negativen.

In angelsächsischen Ländern treten anstelle von Klinken zumeist Türknäufe (doorknobs) auf, die entweder drehbar sind, oder nur als Griffe für Türen dienen, die sich durch Druck und Zug ein- und ausschnappen lassen.

Eine Turnhallenmuschel ist eine Türklinke für dicke Türen, bei denen die Türklinke in die Tür versenkt eingelassen ist. Der Name rührt daher, dass diese Form häufig in Sporthallen Verwendung findet, um die Verletzungsgefahr bei sportlichen Aktivitäten zu mindern.

Bei einem Drehschloss gibt es eine mittig gelagerte Türklinke, welche man drehen bzw. herunterdrücken kann. Diese ist im Gegensatz zu üblichen Türklinken in beide Richtungen zu betätigen. Bei einem Drehschloss kann man von beiden Türseiten mit der linken Hand sowie mit der rechten Hand die Türklinke erfassen und nach Herstellerangaben in einem ergonomischen Bewegungsablauf eine Tür öffnen und hindurchgehen. Während man die Tür öffnet, behält man die Türklinke in der Hand, ein Umgreifen entfällt.

Fenstergriff

Ein Fenstergriff ist ein Bedienelement zum Öffnen, Kippen und Schließen von an Fenstern. Fensteregriffe können ähnlich wie Türen mit Schließzylindern ausgestattet werden, die das Abschließen des Fensters ermöglichen.

Moderne Fenstergriffe ersetzen in Kombination mit speziellen Riegeln heute meist auch die früher oft anzutreffenden Fensterriegel, die das Fenster in seiner Position verriegeln konnten. Bei alten Kippfenstern findet man hin und wieder auch noch spezielle Kipp-Fensterriegel, die verschiedene Kippstellungen des Fensters ermöglichen.

Fenstergriffe sind Hebel, die in der Ausgangsposition sowie bei den verschiedenen, möglichen Stellungen des Fensters einrasten, wobei der Fenstergriff von Fensterstellung zu Fensterstellung um jeweils 90° in die nächste Position gedreht werden muss. Mögliche Positionen von Fenstergriffen sind:

    - Geschlossen
    - Gekippt
    - Geöffnet
    - zum aufschwenken
    - zum aufschieben

PilzkopfverriegelungDas Drehen am Fenstergriff bewirkt über eine im Fenster integrierte Mechanik die entsprechende Verstellung der Verriegelung des Fensters. Bei Schiebefenstern dient der Fenstergriff gleichzeitig als Hebel zum verschieben des Fensters in der oberen und unteren Führungsschienen.